Hans Möckel ist schon seit Jahrzehnten in Sachen 'Badischer Blues' zugange.
Das heißt Blues mit Texten im Karlsruher Dialekt.
Er passt in viele Schubladen, aber in keine richtig.
Den Bluesfans nicht amerikanisch genug. (Deutsche Texte, iih)
Den Folkfans zu rockig und plump.
Den Rockfans zu folkig und lasch.
Den Liedermacherfans zu wenig intellektuell.
Den amtlichen Musikfans zu schlampig.
Mit Gesang, Gitarre und Grimassen hat Hans Möckel seinen ganz eigenen bluesgetränkten Stil entwickelt.
Da sein Genuschel oft schwer zu verstehen ist, kommt das Format des
Blues ihm entgegen, wo die ersten zwei gesungenen Zeilen immer
wiederholt werden.
Wer's beim erschde Mol net versteht, verstehts dann beim zweide Mol. :-)
Das Programm heisst Blond & Blue. Irgendwann wird es Grey & Blue oder White & Blue heissen, aber noch ist es nicht soweit. :-)
Allgemeine
Überlebenstips sind angesagt( 'I need some fire unnerm Arsch')
Tiefe
Sinnfragen werden gestellt( 'Wo isch de Werwolf?')
Durch Nacht und Wind
geritten('Erlkönig')
Autobahnphantasien ausgelebt( 'Volle Pulle')
Minimalistisch dem Rock'nRoll gefrönt( 'Roll over Mozart')
Über seine
Zeit als Strassenmusiker und Liederkracher gesungen('Pflastaman vibration')
Sich nicht um Copyrights geschert('Des Riff isch geklaut')
Für
Sauberkeit gekämpft('De Bodebutzer')
Sich Gedanken zu Politik
('Go,Trampel,go') und Ernährung( 'Zucker für de Aff') gemacht
Musikalische Einflüsse von Chuck Berry und John Lee Hooker verschmolzen in seinem
80er-jahre Smashhit ´Schelle se net an sellere Schell, selle Schell
schellt net, Schelle se an sellere Schell, selle Schell schellt´).
Und vieles andere mehr.
Dazu klagt die Mundharmonika und jault die Slidegitarre, dass es nur so eine Freude ist.
Bei
Auftritten, die in einem unruhigeren Rahmen, wie Kneipen und Clubs
stattfinden, sind dann auch viele Coverversionen von Stücken angesagt
aus der Feder berühmter Vorbilder. Das ganze Alphabet des Blues und
Rock wird abgeklappert. Das fängt mit A wie Allman Brothers an, geht
unter anderem über G wie Gallagher, H wie Hendrix, R wie Robert
Johnson, Rolling Stones und hört schließlich mit Z wie ZZ Top auf. Kein
Buchstabe wird ausgelassen, und die Songs werden in eigenständiger
Interpretation zum Besten gegeben.